Die Legende vom heiligen Trinker

Szenische Lesung mit Musik

Donnerstag, 31. März – 19.00 Uhr

 

 

Mit Matthias Peter (Text) Urs Gühr (Musik)

 

So 20. März, 17 Uhr: Kellerbühne St.Georgen-Strasse 3, St.Gallen

Sa 26. März, 20 Uhr: Kaffeehaus Linsebühlstrasse 77, St.Gallen

Do 31. März, 19 Uhr: neinundaber Kunstraum, Lämmlisbrunnenstrasse 4 1⁄2, St.Gallen

So 03. April, 17 Uhr: Palais bleu Kantonsschulstrasse 6, Trogen

 

Eintritt frei – Barbetrieb und Kollekte

 

Joseph Roth (1894-1939)

 

Mein Testament» hat der grosse österreichische Romancier Joseph Roth seine 1939 entstandene letzte Erzählung genannt: Im Frühling 1934 geschehen dem obdachlosen Trinker Andreas Kartak eine ganze Serie von Wundern. Eines Abends drängt ihm ein Herr zweihundert Francs auf. Den Betrag solle er bei Gelegenheit der Statue der heiligen Therese zurückerstatten.

 

Andreas, der sich als einen Mann von Ehre bezeichnet, besinnt sich immer wieder darauf. Er verdient, nachdem er das Geld vertrunken hat, durch ehrliche Arbeit zweihundert Francs, kauft eine gebrauchte Brieftasche, findet darin tausend Francs und vergeudet das angehäufte Kapital wieder. Eine ehemalige Geliebte, ein Schulkamerad, eine Cabaret-Tänzerin und ein Arbeitskollege aus den Bergwerken kreuzen seinen Weg. Und als er endlich fest entschlossen ist, das Geld abzuliefern, stirbt er in der Kapelle einen leichten, schönen Tod.

 

In seiner Meistererzählung hat Roth kurz vor seinem frühen Tod seine eigene Trunksucht einer Beobachtung unterzogen, ohne den äusseren Druck, der im Pariser Exil auf ihm lastete, zum Ausdruck zu bringen: Lyrisch gelöst und voller Ironie erzählt er von einem der an Wunder glaubt und die Illusion der Verzweiflung vorzieht.

 

Die Kellerbühne bringt dieses Stück Weltliteratur mit Matthias Peter (Text) und Urs Gühr (Musik) zum Frühlingsanfang als szenische Lesung auf die Bühne und wiederholt sie danach an verschiedenen Veranstaltungsorten in der Stadt und Umgebung.

 

www.kellerbuehne.ch